9.August 2003

Tschiep..tschiep!
Eine schwierige Aufgabe hat Henry mir da übertragen. Oh jehhhh, ich hab doch sowas noch nie gemacht, aber ich habe es meinem Freund versprochen und nun muß ich mir einfach Mühe geben.
 
Unser Welli-Leben ist sehr ruhig geworden.
Henry kommt zwar mit auf den Spielplatz, aber dort sitzt er nur ganz ruhig und guckt mir zu.
Aber ich bin auch ganz viel bei ihm, jetzt wo ich weiß, wie krank er ist.
 

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Henry hat ganz kleine Augen, weil er so viele Schmerzen hat.

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Selene fährt jeden 2. Tag mit ihm zum Doktor. Aber irgendwie sieht es aus, als ob ihm das auch nicht hilft  ??????

11.August 2003

Die schlimme Krankheit,die mein Henry hat, heißt Gicht, und der Doktor kann ihm nicht helfen. Das
hat mir Selene gesagt.
 
Aber ich versuche immer wieder, ihn ein bißchen mitzureißen und zum Spielen zu überreden.

 

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13.August 2003

Und wieder ein Besuch beim Tierarzt! Ich beobachte den Piepmatz genau, und wie es aussieht, hat er nun auch noch Schmerzen in den Flügeln.
Er nimmt kaum noch Körnchen, nur seinen Lieblingszwieback, viel Weidenrinde und ein wenig Eisbergsalat.
Hafer, wo er immer voller Begeisterung sein Köpfchen reingewühlt hat, guckt er gar nicht an, Hirse auch nicht.
Aber viel frisches Trinkwasser braucht er.
                                                          
Der Doktor und ich sind uns einig darüber, dass am Wochenende eine Entscheidung getroffen werden muß. Heute ist Mittwoch!

 

Freitag 15.August

Mein Kopf hat die einzig vernünftige Entscheidung getroffen.
Meine Seele weint.

Pst..ganz leise sein...Henry schläft. Selene hat ihm wieder Tropfen gegeben.

 

Poldi komm mal her, Spatz.

Ja,Selene?

 

Henry wird nicht wieder gesund. Morgen gehe ich mit ihm noch noch einmal Doktor, und dann wird Henry ins Regenbogenland fliegen.

Ich werde dann aber sehr traurig sein, Selene.

 

Ich auch, mein Poldi, aber willst du, dass Henry immer solche Schmerzen aushalten muß?

Nein,das will ich nicht...pieps..

 

Sieh doch mal hin, er ist ja nur noch ein Schatten, so dünn ist er geworden. Und er sagt fast keinen Piepser mehr.
Nein Poldi, das kann so nicht weiter gehen.

Ja, du hast wohl Recht....pieps. Ich werde trotzdem traurig sein.

 

Das darfst du ja auch. Wir werden beide traurig sein und an Henry denken.
Gute Nacht, mein Kleiner.

Gute Nacht, Selene.

 

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Sonnabend, 16.August 2003

 

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Henry ist nun im Regenbogenland.
Mein armer Vogel, der so tapfer gekämpft hat.
 
Die Entscheidung ist mir sehr schwer geworden , aber alles andere
wäre für ihn nur noch Leid gewesen, und dazu war mir der Kleine
doch zu sehr ans Herz gewachsen.
Er wird mir sehr fehlen, sein Gezwitscher, seine ganze liebe Art.
 

Mein Henry, ich werde dich nicht vergessen.
Du warst ein ganz besonderer, wunderbarer kleiner Vogel.
Lebe wohl !

 

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