Serenio

Serenio

Das ist Serenio, ein ganz kleiner Wellijunge.
 
Oder sollte ich besser sagen, das war Serenio? Er ist nämlich schon ins Regenbogenland geflogen. Der arme kleine Kerl hat nur 3 Monate gelebt, von Anfang November 2004 bis 05.02.2005 .
Und Menschen haben das verschuldet.
 
Seine Geschichte steht im WP-Magazin Nr. 3, 2005 unter dem Titel:
" Verraten und verkauft - das Leid junger Nestvögel" von Gaby Schulemann.
 
Und auf der HP von Gaby steht sie auch.....
http://www.birds-online.de/meine_sittiche/verstorbene/serenio.htm

Trotzdem möchte ich das Thema noch einmal aufgreifen und aus der Sicht eines Wellensittichs dazu etwas sagen, stellvertretend für alle meine Artgenossen und viele andere auch.

In der Vorweihnachtszeit 2004  lag er mit gespreizten Beinchen in einer Zoohandlung im Käfig, ein Häufchen Elend, das sich nicht auf den Füßchen halten konnte und obendrein Durchfall hatte.  Durch die Fehlstellung der Beine machte er den Eindruck, als wäre er körperlich behindert.
Er wurde von einer sehr lieben Federlosen frei gekauft und zu einer TÄ gebracht. Ja, und die war mehr als entsetzt. Der kleine Piepser war nicht behindert sondern halb verhungert. Der Kleine war viel zu früh von seinen Eltern getrennt worden, er war noch nicht futterfest, d.h. er konnte noch nicht selbstständig Körnchen essen.
Das Vögelchen wurde gewärmt und mit spezieller Aufzuchtnahrung gefüttert, was er auch beides annahm.
Dort konnte er aber nicht bleiben, und so landete der kleine blaue Vogel bei Gaby, die ihn liebevoll in ihren Schwarm aufnahm, und von ihr erhielt er seinen wunderschönen Namen: Serenio.
 

Serenio



Serenio  bekam weiterhin energiereiches Aufzuchtfutter und erholte sich, allerdings blieb er ein zartes Piepserchen.
 
Nach 2 Monaten war Serenio ein munterer kleiner Welli-Teenager, der inzwischen 39g wog und auch richtig gut fliegen konnte.
Die Sache hatte nur einen Haken, Serenio war fehlgeprägt. Er war so sehr auf "seinen" Menschen fixiert, dass er innerhalb des Schwarms keine Kontakte suchte, er blieb also allein zwischen 15 anderen Sittichen. Das ist sehr traurig für einen Welli, denn eigentlich sind wir erst richtig glücklich, wenn wir mit einander toben, spielen und auch streiten können.
Tschiep, aber er konnte ja nichts dafür.

Serenio

Aber es ging ihm wenigstens gut.
Ist der nicht einfach nur zum Klauen süß?

 

Serenio

 

Serenio

 

Serenio

 

Putzig, nicht wahr?
Wenn Gaby mit dem Fotoapparat anrückte, war Serenio sofort zur Stelle.

So hatte das Wellikind trotz allem noch Glück gehabt. Er kam zu 2 Federlosen, die schon jahrelange Erfahrungen z.T. auch mit behinderten Sittichen haben.
 
Alles hätte also gut werden können, wenn........

Regenbogenland


Es ging sehr schnell, auch der tierärztliche Notdienst konnte Serenio nicht mehr helfen.
Akutes Nierenversagen, sagte der TA ,  seine inneren Organe hatten während der Zeit des Nährstoffmangels schwere Schäden erlitten.
 
Serenio mußte sterben, weil  sein Züchter ihn unverantwortlich früh von seinen Eltern getrennt hat.
Und warum das? Die Nachfrage nach möglichst jungen Tieren ist groß, die Kunden sind sich allerdings wohl nicht immer im Klaren darüber, was es für einen von uns bedeutet.

Ihr federlosen Menschen, warum tut ihr uns solches Leid an?
Ihr sagt, ihr liebt uns. Könnt ihr denn da nicht auch an unser Wohl denken und warten?!
Es gibt für alles mögliche ein Gesetz , aber unsere kleinen Wellikinder zu schützen, dafür gibt es keines.
Ihr Züchter, wir können uns doch nicht wehren! oder selber schützen!

 
Uns könnte viel Leid erspart bleiben, wenn ihr Menschen etwas vernünftiger wärt.

Serenio ist sicher kein Einzelfall, es ist eben nur ein Fall, der bekannt wurde.
Für ihn und für alle Vögel, die ein ähnliches Schicksal erleiden mußten, brenne ich hier zum Gedenken eine Kerze an.

serenio

 

Serenio,
wir Wellis denken an dich und mahnen die Menschen  zur Vernunft.
zum Gedenken

tschieptschiep
euer Poldi

 

 
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